Julia Franck: Die Mittagsfrau
Julia Franck ist 1978 als Achtjährige mit ihrer Mutter und den
Geschwistern aus der DDR "ausgereist", hat neun Monate im Lager
Marienfelde zugebracht, in Schleswig-Holstein die Waldorf-Schule
besucht, nach dem Abitur als Kindermädchen, Kellnerin und Journalistin
gearbeitet; nun lebt sie als alleinerziehende Mutter und
Schriftstellerin in Berlin.
2007 wurde sie Trägerin des Deutschen Buchpreises für einen Roman, in
dem sich die deutsche Geschichte vom Ersten bis zum Zweiten Weltkrieg
spiegelt: Die Mittagsfrau. Er erzählt die Leidensgeschichte zweier
Schwestern aus der Lausitz, Helene und Martha, ihre wenigen Freuden,
vielen Gefährdungen, schlimmen Niederlagen und kleinen Erfolge.
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Wilhelm Genazino: Die Liebesblödigkeit
Wilhelm Genazino ist Träger des Fallada-, Fontane-, Kleist- und Büchner-Preises, gehört dem Jahrgang 1943 an und kommt aus eher einfachen Verhältnissen. Die Hauptfiguren seiner Romane sind Männer (meist) mittleren Alters. Sie beobachten und beschreiben die oft banale Wirklichkeit des deutschen Alltags genau und mit feiner Ironie.
Den Roman "Die Liebesblödigkeit" hat er 2005 veröffentlicht: Darin unterhält die männliche Hauptperson, Anfang 50, freiberuflicher Redner bei Tagungen, zwei Liebesverhältnisse, fühlt sich dadurch aber altershalber zunehmend überfordert. Von wem soll er sich trennen? Von Sandra oder von Judith oder gar von beiden?
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Anna Katharina Hahn: Kürzere Tage
Die Stuttgarter Autorin hat 2009 einen Roman veröffentlicht, in dem die Stadt Stuttgart "mitspielt",
vor allem die Gegend um das Olgaeck. Die Situation der Hauptpersonen (Judith, Leonie, Luise und Marco)
hat auch mit ihren Wohnbereichen zu tun. Zunächst scheinen die vier nichts miteinander zu tun zu haben,
doch im Lauf der Geschichte werden ihre Lebensläufe immer mehr ineinander verwoben. Alle vier geraten
in Krisen, aber der Umgang damit ist unterschiedlich. Ein gut lesbarer Roman mit literarischem
Anspruch und offenem Ende.
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Martin Walser: Ein liebender Mann
Ein 74-Jähriger, der einer 19-Jährigen den Hof macht, darüber ein Buch zu schreiben,
das hat den 84-jährigen Autor sehr gereizt. Entstanden ist 2008 ein lesenswerter
Roman mit gut erfundenen Personen, Szenen und Orten. Der Roman zeigt den greisen Goethe,
wie er sich in der Begegnung mit der geistreichen Ulrike von Levetzow faustisch verjüngt
und zu großer sprachlich verehrender Form aufläuft. Die Junge kann dem "Alten Werther"
liebenswerte Züge abgewinnen, auch wenn er beim Spaziergang mit ihrem Tempo nicht Schritt
halten kann und ins Stolpern gerät. Das Buch führt uns nach Marienbad, wo sich die
Wohlhabenden einst gerne getroffen haben, und ins kleinstädtische Weimar, wo der
Goethe-Klüngel den Dichterfürsten zum "leidenden Mann" macht.
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Herta Müller: Atemschaukel
Herta Müller ist Trägerin des Literaturnobelpreises. Sie lebt seit rund 25 Jahren in Deutschland.
Davor gehörte sie zur deutschen Minderheit in Rumänien. Deren schwierige Situation stellt sie in
ihren Werken dar. Nach dem Seitenwechsel der Rumänen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs - weg von
Hitler-Deutschland, hin zu Amerikanern und Russen - werden die Siebenbürger Sachsen und Banater
Schwaben das Opfer von Strafaktionen. Man deportiert sie in sowjetische Arbeitslager. In der
"Atemschaukel" erzählt die Autorin vom Schicksal eines Siebzehnjährigen, der eine fünfjährige
Leidenszeit in einem ukrainischen Lager verbringt. Eingeflossen sind die Erfahrungen des
Schriftstellers Oskar Pastior.
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Uwe Tellkamp: Eisvogel
Uwe Tellkamp wurde durch seinen preisgekrönten Roman "Der Turm" bekannt. Davor, 2005, hat er den "Eisvogel" geschrieben, in dem er seine Protagonisten eine Art konservative Revolution verkünden lässt. Das Unternehmen scheitert. Warum, das unter anderem erzählt der Roman.
Der Referent stellt die Hauptpersonen der Geschichte vor, geht ausführlich auf die Erzählweise und die Sprache ein, aber überlässt dem Leser die Entscheidung, ob das Werk gelungen oder gescheitert ist.
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Christa Wolf: Mit anderem Blick
Eine Sammlung unterschiedlicher Texte aus der Zeit nach 1990, verfasst von einer Schriftstellerin, die ihr eigenes Leben zum Gegenstand ihres Schreibens gemacht hat und damit manchmal Anstoß erregt:
Christa Wolf "Mit anderem Blick".
Den Schwerpunkt des Vortrags bildet die Geschichte "Wüstenfahrt", in der Christa Wolf Erfahrungen aus ihrer Zeit in den USA gestaltet. Mit feiner Ironie erzählt sie von ihrer Wahrnehmung "typisch amerikanischer" Merkwürdigkeiten bei einem Wochenendausflug in die Wüste bei Los Angeles. Dabei fällt der "andere Blick" der Erzählerin auch auf "die Deutschen" in der Reisegruppe und auf sie selbst.
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Siegfried Lenz: Schweigeminute
Ein Vortrag, gehalten vor dem Literaturclub Sindelfingen im September 2010. Der Referent macht die Handlungsstruktur der 2008 veröffentlichten Novelle deutlich, untersucht ihre Sprache und äußert sich über die literarischen Stärken und Schwächen dieses Alterswerks über die Liebe eines Schülers zu seiner Englischlehrerin.
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Daniel Kehlmann:
Die Vermessung der Welt
Dieser Vortrag über den Roman "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann, einen Bestseller des 21. Jahrhunderts, wurde im Juni 2010 im Literatur-Club Sindelfingen gehalten. Dabei geht der Referent nicht nur auf den Inhalt des Buches ein, sondern auch auf einige literarische und sprachliche Besonderheiten.
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Grammatik in der Schule:
Beitrag im Jahrbuch des IDS für 2008
Dieser Vortrag zum Thema "Grammatik in der Schule" wurde im März 2008 im Rahmen der Jahrestagung des Instituts für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim gehalten. Referiert wird - auf der Grundlage einer Befragung von Deutschlehrkräften und anhand von Lehrbuchbeispielen - der Stand der Diskussion über die Schulgrammatik und ihre praktische Umsetzung. An Beispielen aus Abiturarbeiten werden einige Korrekturprobleme bei Grammatikfehlern aufgezeigt. Am Schluss deutet der Verfasser deutet an, wie er sich einen anregenden Grammatikunterricht vorstellt.
Die Rechte für die Vervielfältigung des Vortragstextes liegen beim IDS in Mannheim. Er ist im Jahrbuch 2008 abgedruckt.
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PISA und Lesekompetenz:
Konsequenzen für den Unterricht
In diesem bereits 2002 entstandenen und nun ein wenig aktualisierten Vortrag wird das Leseverständnis der PISA-Studien dargelegt. Daran an schließen sich ein paar praktische Vorschläge für einen das Lesen fördernden Unterricht.
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Neue Formen der Leistungsbewertung -
Schulrechtliche Aspekte
Die neuen, offenen Formen des Unterrichts verlangen ein Umdenken bei der Leistungsbewertung. Der Vortrag (in Power-Point-Format) verdeutlicht den schulrechtlichen Hintergrund. Dieser Vortrag darf frei verwendet und verändert werden.
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Bildungsplanreform 2004 -
Vorschläge für die Umsetzung am allgemein bildenden Gymnasium
Der Vortrag, gehalten 2003/2004 an mehreren Gymnasien der Region Stuttgart, enthält einige
praktische Vorschläge zur Umsetzung der Bildungsplanreform 2004.
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Dieser kleine Vortrag wurde am 17. Januar 2005 im Arbeitskreis gehalten.
Er enthält einige Anregungen zur Leseförderung außerhalb der Schule.
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Dieser Vortrag wurde am 14. Februar 2005 bei einem Pädagogischen Tag am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Laichingen gehalten. Er enthält einige Gedanken zum Verständnis und zur praktischen Umsetzung des von einer Arbeitsgruppe entwickelten Leitbildes und zeigt den Zusammenhang mit der Bildungsreform 2004 auf. Das Leitbild, wie es am Ende dieses Tages mit großer Mehrheit beschlossen wurde, ist als Anhang beigefügt.
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Dieser Vortrag geht zunächst auf die Ziele der Bildungsplan 2004 in Baden-Württemberg ein, beschäftigt sich dann ausführlich mit dem Thema "Evaluation" und erläutert schließlich die Vorgaben und - an Beispielen verschiedener Gymnasien - die Möglichkeiten des Schulcurriculums.
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